Kategorie: Adrienne Koleszár

Heute nur Friede, Freude, Eierkuchen. Es war einmal eine Adrienne vor ziemlich genau einem Jahr. Da war er da, der Nervenschmerz. Meine geliebte Bandscheibe. Sie war kaputt. Morgens, mittags, abends, nachts. Auf dem Klo sitzen? Schmerzen. Aufstehen? Schmerzen. Hinsetzen? Schmerzen. Im Bett liegen? Schmerzen. Aufstehen? Schmerzen. Hosen anziehen? Schmerzen. Schuhe zubinden? Schmerzen. Jede Drehung. Schmerzen. Und dann war ich „wandern“. Weil ich raus wollte. Ohne Gepäck. Für den Kopf. Keine Schmerzen. Die Fahrt zurück. Eine Qual. Jeden Tag wurde ich daran erinnert, dass mein Leben im A. war (A. steht für Arsch. Entschuldigung.). Und sonst so? Ibuprofen + Magenschutz, Spritzen, Hoffnung, Schmerzen, mehr Medikamente, irgendwas musste doch helfen, ganz viele Tränen (2019 = Jahr der Tränen), ganz viel Wut (auf mich + andere), ein nicht mehr aufstehen wollen (ganz böse), ich wollte nicht mehr!!! und alles von vorn. Ich hatte nichts mehr, so dachte ich. Am Ende bin ich aufgestanden. So wie immer in meinem Leben. Aber eben NICHT allein. Ich habe erstmals seit Jahren wieder Menschen in mein Leben gelassen. Meine eigenen Eltern! (weil ich diese mehr brauchte als jemals zuvor), auch Fremde, die heute wirklich irgendwie Freunde sind, auch diejenigen, für die ich vorher nie Zeit haben wollte. Ich hatte ehrlich Angst davor. Vor Menschen und dem Helfenlassen. Raus aus der Blase, mehr leben, auch wieder fallen. Heute ein Jahr später weiß ich, was Glück haben, glücklich und gesund sein überhaupt bedeutet. Klingt alles wie ein Drama. War es für mich persönlich auch. Ich bekam Nachrichten, ich sei doch depressiv. Mir wurden Urlaube, welche nicht auf Krankenschein stattfanden, missgönnt. Jede Aktivität außer Haus hat nicht gepasst. „Du sollst doch zu Hause bleiben. Du sollst dich doch ausruhen. Kein Wunder wenn sich deine Narbe entzündet. Du, du, du, […].“
Heute ist vieles wieder da. Ich kann seit kurzem wieder joggen 🏃🏼‍♀️, kann wieder pumpen 💪🏼 , kein Nervenschmerz, keine Medikamente, eine kleine Prise Respekt bei einigen Aktivitäten, Ende. Wenn niemand hinsieht, trage ich sogar meinen eigenen Koffer. (für das wichtige Ende bitte swipen) ✌🏼

Heute nur Friede, Freude, Eierkuchen. Es war einmal eine Adrienne vor ziemlich genau einem Jahr. Da war er da, der Nervenschmerz. Meine geliebte Bandscheibe. Sie war kaputt. Morgens, mittags, abends, nachts. Auf dem Klo sitzen? Schmerzen. Aufstehen? Schmerzen. Hinsetzen? Schmerzen. Im Bett liegen? Schmerzen. Aufstehen? Schmerzen. Hosen anziehen? Schmerzen. Schuhe zubinden? Schmerzen. Jede Drehung. Schmerzen. Und dann war ich „wandern“. Weil ich raus wollte. Ohne Gepäck. Für den Kopf. Keine Schmerzen. Die Fahrt zurück. Eine Qual. Jeden Tag wurde ich daran erinnert, dass mein Leben im A. war (A. steht für Arsch. Entschuldigung.). Und sonst so? Ibuprofen + Magenschutz, Spritzen, Hoffnung, Schmerzen, mehr Medikamente, irgendwas musste doch helfen, ganz viele Tränen (2019 = Jahr der Tränen), ganz viel Wut (auf mich + andere), ein nicht mehr aufstehen wollen (ganz böse), ich wollte nicht mehr!!! und alles von vorn. Ich hatte nichts mehr, so dachte ich. Am Ende bin ich aufgestanden. So wie immer in meinem Leben. Aber eben NICHT allein. Ich habe erstmals seit Jahren wieder Menschen in mein Leben gelassen. Meine eigenen Eltern! (weil ich diese mehr brauchte als jemals zuvor), auch Fremde, die heute wirklich irgendwie Freunde sind, auch diejenigen, für die ich vorher nie Zeit haben wollte. Ich hatte ehrlich Angst davor. Vor Menschen und dem Helfenlassen. Raus aus der Blase, mehr leben, auch wieder fallen. Heute ein Jahr später weiß ich, was Glück haben, glücklich und gesund sein überhaupt bedeutet. Klingt alles wie ein Drama. War es für mich persönlich auch. Ich bekam Nachrichten, ich sei doch depressiv. Mir wurden Urlaube, welche nicht auf Krankenschein stattfanden, missgönnt. Jede Aktivität außer Haus hat nicht gepasst. „Du sollst doch zu Hause bleiben. Du sollst dich doch ausruhen. Kein Wunder wenn sich deine Narbe entzündet. Du, du, du, […].“ Heute ist vieles wieder da. Ich kann seit kurzem wieder joggen 🏃🏼‍♀️, kann wieder pumpen 💪🏼 , kein Nervenschmerz, keine Medikamente, eine kleine Prise Respekt bei einigen Aktivitäten, Ende. Wenn niemand hinsieht, trage ich sogar meinen eigenen Koffer. (für das wichtige Ende bitte swipen) ✌🏼